Photo: Boris Šćitar/Večernji list/PIXSELL

IGOR ŠTAGLJAR

Ein Wissenschaftler, der dem Krebs Einhalt gebieten will

The Stagljar Lab. Klingt cool, nicht wahr? Fast wie der Name einer Band von der Sie guten Rock erwarten. Sogar die Internetseite ist im Comicstil gestaltet, auf der eine Superheldillustration dominiert – ein Wissenschaftler im weißen Kittel, der mit Hilfe von Düsen in seinen Stiefeln in die Höhe steigt. Die Botschaft ist klar. Die Entwicklung der Wissenschaft kann nicht aufgehalten werden. Die Wissenschaft kennt keine Bremsen und überwindet sehr schnell alle Grenzen. Igor Štagljar ist ein solcher Wissenschaftler, der alle Barrieren niederreißt. Der Professor für Molekulargenetik und Biochemie an der Donnelly Center Medical School of the University of Toronto ist der Mitbegründer der Biotechunternehmen DualSystems Biotech Inc. (Zürich, Schweiz) und ProteinNetwork Therapeutix (Toronto, Kanada). Für die bisher veröffentlichten Entdeckungen, Innovationen und Patente bekam Prof. Štagljar viele Preise und Anerkennungen, darunter auch den kanadischen Oscar für Innovationen in der Technologie.

Er wurde 1966 in Zagreb geboren. Seine Mutter Sonja arbeitete in der Buchhaltung eines Warenhauses und der Vater Mirko war Leiter des Prototyplaboratoriums am Schiffbauinstitut und ein Spitzensportler, eine Legende im kroatischen Rudersport, dessen Büste sich in der Allee verdienter Sportler, auf dem Zagreber Jarun befindet. Das Sporttalent vererbte er dem Sohn, Prof. Igor Štagljar, der während der Studienzeit Handball spielte. Er spielte mit den Handballspielern Patrik Ćavar, Vladimir Jelčić und Bruno Gudelj, welche bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 mit der kroatischen Nationalmannschaft Gold gewannen. Prof. Štagljar diplomierte 1990 und setzte anschließend das Doktoratsstudium in der Schweiz fort – am Technologieinstitut ETH in Zürich, einer der besten Universitäten weltweit auf dem Gebiet der Natur- und Technikwissenschaften. Dieser Universität entstammen viele Nobelpreisträger, wie Einstein, Röntgen und die kroatischen Nobelpreisträger Lavoslav Ružička und Vladimir Prelog. Prof. Štagljar promovierte 1994. Nach zwei kurzzeitigen Spezialisierungen in Zürich, ging er 2001 zur Weiterbildung an die Universität Washington in Seattle bei Prof. Stanley Fields und seit 2005 lebt er in Toronto.

Prof. Igor Štagljar beschreibt sich selbst als eine Kombination zwischen Wissenschaftler und Manager, zusammengefasst in einem sympathischen Schlagwort „wissenschaftlicher Schwerarbeiter“, da er fast 80% der Zeit mit der Gestaltung wissenschaftlicher Projekte verbringt. Die finanziellen Mittel, die das Laboratorium durch Projekte einbringt, ermöglichen die weitere Forschung. Die Zeiten sind vorbei, in welchen ein Wissenschaftler alleine im Laboratorium lebensrettende Mittel erfand. Die heutigen Wissenschaftler müssen hervorragende Manager sein und ein eingespieltes Team haben. Die Konkurrenz ist riesig, sodass die Multifunktionalität einer der Schlüssel zum Erfolg ist.

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