Photo: Jurica Galoić/PIXSELL

DOMAGOJ ĐUKEC

BMW Chefdesigner

Schneider der BMW Outfits

In der Vergangenheit hat man manche Autodesigner auch Blechschneider genannt. Diese Bezeichnung stammt von den besonderen Versionen des Ferrari, des Rolls Royce und ähnlich exklusiven Autos, welche dem Wunsch des Käufers entsprechend „geschneidert“ wurden. Als ihm ein Flugblatt über das Studium des Designs in die Hände kam, wusste Domagoj Đukec, der Designer mit kroatischen Wurzeln, bereits als 13-jähriger, dass er sich eines Tages der Automobilmode widmen wird. Nach der Mittelschule inskribierte er an der angesehenen Universität Pforzheim und arbeitete nach Abschluss des Studiums zunächst für Volkswagen, danach für Citroën, um 2010 zum Stolz der Bayern, zu BMW zu wechseln. Seit 2017 ist er Chefdesigner für die Abteilungen i und M, ab April 2019 ist Sie fur das ganze BMW programm entwickelt. Übersetzt in die Sprache der Mode würde man sagen – er „näht“ nur die besten Anzüge. Der Kultbuchstabe M ist seit vierzig Jahren die Creme de la Creme im Angebot des bayerischen Herstellers. Die Modelle M1, M3 und M5 findet man in jeder Enzyklopädie der Automobilgeschichte, während andererseits der Buchstabe i in der BMW Sprache die Zukunft bedeutet. Die Modelle i3 und i8 machen den Eindruck als wären sie aus einem Science Fiction Film zu uns gekommen.

Die Zusatzbezeichnung i wurde provokativ designt um Reaktionen hervorzurufen und Emotionen zu wecken. I3 war das erste und anfängliche Produkt, das der Marke ihre Identität verleihen sollte. Es sollte anders sein. Hätten wir nur die elektrische Serie 3 vorgestellt, hätten sich Leute gefragt: „Wofür denn dieses i?“ I3 hat alles anders gemacht. Es sollte ein kleines Auto für große Städte sein. Wir haben versucht dieses Auto völlig konträr zu dem, was für BMW normal war, zu gestalten. Das war die Absicht. Seine Erscheinung ist nicht vergilbt. Autos müssen eine Haltung und einen Charakter besitzen. Später kam das i8, das wir so designt haben, dass es zum Anführer einer neuen Ära wird. Das i-Modell ist eine Art Inkubator für neue Ideen für die ganze Marke. BMW war immer schon als Träger technologischer Innovationen bekannt. Als wir den rotierenden Knopf zur Steuerung des Infotainment – Systems beim BMW der Serie 7 vorgestellt haben, hat Apple die Präsentation des iPod veranstaltet. Die gleiche Lösung wurde später auch von anderen Erzeugern übernommen.

Mate Rimac?

In der Kolumne, die ich für eine kroatische Zeitung geschrieben habe, habe ich Mate Rimac mit Nikola Tesla verglichen. Er ist jung, großartig und leidenschaftlich. Er hat eine Vision, die er vorantreibt und dabei vielen Menschen einen Arbeitsplatz gibt. Es ist nicht leicht zu einer Kooperation mit etablierten Herstellern zu kommen. Doch, ihm ist es gelungen auch bei den Etablierten Interesse zu wecken. Was er anzubieten hat ist das Wissen im Bereich der Zukunftstechnologie. Etwas was auch interessant zu sein scheint, ist, dass er aus einem sehr kleinen Land kommt. In China gibt es etliche Hersteller mit viel größeren finanziellen Möglichkeiten, die auf der Suche nach einer Identität sind. Umso mehr ist ihm etwas Großes gelungen, indem er sich in der Industrie positioniert hat.

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