Foto: ACE | Studio Borlenghi

America’s Cup und Vendée Globe sind die zwei Regatten, die Millionen von Fans aus der ganzen Welt anziehen und die Endspurts der Regatten, spannend wie Thriller, machen aus den Seglern wahre Helden des Sports.

America’s Cup und Vendée Globe – so ähnlich und doch so verschieden. Diese Regatten feiern die Größe des Segelns, die modernste Technologie, gleichzeitig aber auch die Größe der Sportler und das Zusammenleben mit der Natur.

Die Geschichte des America’s Cup beginnt im Jahre 1851 (volle 45 Jahre vor der Abhaltung der ersten modernen Olympischen Spiele 1896 in Athen), als die damalige Königin Victoria, den nachmittäglichen Tee genießend, die Regatta um die Insel Wright verfolgte. An der Regatta nahm die mächtige britische Flotte teil, die vom amerikanischen Schoner genannt „America“ besiegt wurde. Während des Zieleinlaufs fragte die Königin einen ihrer Adjutanten wer den zweiten Platz gewonnen habe. „Hochheit, es gibt keinen zweiten Platz“, lautete die kurze Antwort. Und so begann die Legende über den wichtigsten und spektakulärsten Segelwettbewerb. Im Laufe der Geschichte begeisterte diese Regatta viele angesehene Geschäftsleute, wie z. B.: Sir Thomas Lipton, Alan Bond, Aga Khan, Ted Turner und es nahmen Größen des Segelsports teil, wie z. B.: Dennis Conner, Russell Coutts, Peter Burling…
Sie alle kamen und hatten dabei nur ein Ziel vor Augen – den Heiligen Gral des Segelsports zu gewinnen! Wie schwer das war und ist, beweist auch die Tatsache, dass es nur vier Ländern in der Geschichte dieses Wettkampfes gelungen ist den kultigen Auld Mug Pokal zu gewinnen. Das sind die USA, Australien, Neu Seeland und die Schweiz. America’s Cup verlangt, einfach gesagt, die Exzellenz auf allen Gebieten. Das Budget, die Technologie und die Menschen müssen in perfekter Balance zueinander stehen, um bei dem weltältesten Sportwettkampf zu siegen.
Der 36. Cup, der in den Gewässern vor Auckland stattfand, auf innovativen foilenden Einrumpfern AC75, die Geschwindigkeiten von mehr als 50 Knoten entwickeln können, war vielen Parametern nach ein Segeln der Zukunft. Die neue Technologie, die in den kommenden Jahren die Welt der gesamten nautischen Industrie verändern wird, in der Kombination mit den weltbesten Skippern, bot ein wahrliches Spektakel. Den Titel verteidigte das EmiratesTeam New Zealand, indem es die italienische Luna Rossa 7:3 besiegte. Der neuseeländische Zauberer als Steuermann, Peter Burling, befindet sich jetzt in dem engen Kreis jener Leute, die den Cup zweimal gewannen. Ein Spalier von hunderten Booten, die das neuseeländische Segelboot auf der Fahrt in den Hafen begleiteten, zeigt am besten wie sehr die Menschen das Segeln lieben.
„Ich hatte das Gefühl, dass Neuseeland nach unserem Sieg eine Eruption erlebt hat. Jetzt ist die Zeit zum Genießen angebrochen. Das Gewinnen des America’s Cup vor den einheimischen Fans ist eine unglaubliche Sache. Es war eine große Ehre für fünf Millionen Kiwis zu segeln“, sagte Peter Burling nach seinem Triumph.
Und während erst der Vorhang nach einer blendenden Segelvorstellung fiel, begannen bereits die Vorbereitungen für den 37. America’s Cup. Der amtliche Herausforderer der Titelverteidiger aus Neuseeland ist der britische Ineos und die Hauptdarsteller wie Burling, Ainslie, Spithill und viele andere große, weltbekannte Namen des Segelsports, werden wir wieder auf den innovativen AC75 Rennyachten erleben können.

 

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